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DLR-Test 2026: Der komplette Guide für angehende Pilot:innen

Du willst Pilot:in werden und hörst überall: „Der DLR-Test ist einer der härtesten Einstellungstests Deutschlands.“ Klar, dass das Respekt einflößt. Dieser Guide beantwortet alle wichtigen Fragen — von Ablauf und Kosten bis zu den einzelnen Testmodulen — und zeigt dir, wie du dich gezielt und effektiv vorbereiten kannst.

Was ist der DLR-Test?

Der DLR-Test ist das psychologische Eignungsverfahren des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Goldstandard der Pilotenauswahl in Europa. Seit 2021 schreiben die EASA-Regularien eine psychologische Eignungsbeurteilung für Cockpitpersonal vor — das DLR-Zertifikat Cockpit erfüllt genau diese Anforderung.

Was das DLR testet, sind keine auswendig gelernten Fakten. Getestet werden kognitive Fähigkeiten, Belastbarkeit und psychomotorische Koordination: Wie schnell und präzise denkst du unter Zeitdruck? Kannst du mehrere Aufgaben gleichzeitig bearbeiten? Wie gut ist dein räumliches Vorstellungsvermögen? Das lässt sich nicht in einem Crashkurs auswendig lernen — aber es lässt sich sehr wohl systematisch trainieren.

Gut zu wissen: Das DLR veröffentlicht keine offiziellen Bestehensquoten für das Zertifikat, weil es formal kein „Bestanden“ oder „Durchgefallen“ gibt. Jede:r Teilnehmer:in erhält ein Zertifikat mit individuellen Bewertungen. Allerdings: Im vollständigen zweistufigen Auswahlverfahren bei Lufthansa und der European Flight Academy (BU + Firmenqualifikation) schaffen erfahrungsgemäß nur rund 5 % aller Bewerber:innen den gesamten Prozess. Die gute Nachricht: Gezieltes Training macht einen messbaren Unterschied.

BU, GU oder Zertifikat — welches Format gilt für mich?

Viele angehende Pilot:innen sind verwirrt, weil ständig drei verschiedene Kürzel auftauchen. Hier die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:

 BU (Berufsgrunduntersuchung)GU (Grunduntersuchung)DLR-Zertifikat Cockpit
Für wen?Ab-initio-Bewerber:innen ohne Lizenz (historisch)Ready Entries — bereits lizenzierte Pilot:innenAb-initio-Bewerber:innen (aktueller Standard)
AuftraggeberAirline (z. B. Lufthansa)AirlineKandidat:in selbst
KostenAirline trägt KostenAirline trägt Kosten~386 € netto (selbst zu zahlen)
ErgebnisBestanden / Nicht bestandenBestanden / Nicht bestandenBewertungen A–D, kein Durchfallen
WiederholungFrüher: oft nur 1 VersuchFrüher: oft nur 1 VersuchWiederholbar nach ~6 Monaten
Aktueller StatusWeitgehend abgelöst durch ZertifikatWeiterhin aktiv für Ready EntriesAktueller Standardweg für Neueinsteiger:innen

Wenn du heute Pilot:in werden möchtest und noch keine Lizenz hast, ist das DLR-Zertifikat Cockpit dein Weg. Du buchst und bezahlst es selbst, kannst es bei mehreren Airlines gleichzeitig einreichen und bei Bedarf wiederholen.

Ablauf: Was passiert am Testtag?

Der Testtag dauert in Hamburg in der Regel von 8:00 bis ca. 17:00 Uhr — also rund 9 Stunden. Das klingt lang, ist aber gut strukturiert: Zwischen den einzelnen Testmodulen gibt es kurze Pausen, und mittags eine einstündige Mittagspause.

Grob gliedert sich der Tag so:

  • – Morgens: Begrüßung, Einweisung, erste Testblöcke (u. a. Kopfrechnen, Zahlenketten, Wegfiguren)
  • – Vormittags: Weitere kognitive Tests, Konzentrationstest
  • – Mittagspause: 60 Minuten
  • – Nachmittags: Längere Testblöcke wie MIC (~75 Minuten), Persönlichkeitsfragebogen (~230–250 Fragen), Englischtest
  • – Abends: Abschluss, Verabschiedung

Alle Tests laufen computerbasiert ab — kein Stift, kein Papier, keine Gruppenübungen, kein Interview an diesem Tag. Der Persönlichkeitsfragebogen ist kein Leistungstest, sondern eine Selbsteinschätzung; hier gibt es kein Richtig oder Falsch.

In Zürich beginnt der Test etwas später (ca. 8:45 Uhr) und endet gegen 18:00 Uhr. In Mailand gelten ähnliche Rahmenbedingungen. Das DLR bestätigt ausdrücklich, dass die Testverfahren an allen drei Standorten identisch sind.

Die 10 Testmodule im Überblick

Das DLR-Zertifikat besteht aus zehn Testmodulen, die verschiedene kognitive und psychomotorische Fähigkeiten messen. Die genaue Reihenfolge kann variieren. Hier eine Übersicht:

KRN — Kopfrechnen

Rechenaufgaben werden per Audio vorgelesen, du gibst die Ergebnisse per Tastatur ein — ohne Stift, ohne Papier, ohne Hilfsmittel. Trainiert werden kann hier gezielt: Wer täglich 15–20 Minuten mentale Arithmetik übt, merkt schnell deutliche Fortschritte.

RMS — Running Memory Span (Zahlenketten)

Zahlenfolgen werden akustisch präsentiert und hören irgendwann auf zu laufen; du musst dann möglichst viele gemerkte Ziffern rückwärts (d.h. von hinten nach vorne) eingeben. Einer der am häufigsten diskutierten Tests, weil das Prinzip zunächst ungewohnt ist. Mit Übung entwickelt man aber zuverlässige Strategien.

WFG — Wegfigurentest

Linienzeichnungen zeigen Routen mit Richtungswechseln. Du zählst Links- oder Rechtsabzweigungen. Testet räumliche Orientierung und mentale Transformation. Klingt einfach, ist unter Zeitdruck herausfordernd.

PPT — Würfelklappentest (Punkt-Positions-Test)

Aufgefaltete Würfelnetze müssen dem korrekt zusammengesetzten Würfel zugeordnet werden. Dadurch wird dein räumliches Vorstellungsvermögen gemessen. Wer hier Schwächen hat, kann mit gezieltem Training deutlich aufholen.

MIC — Monitoring and Instrument Coordination

Das aufwändigste Einzelmodul: Du korrigierst gleichzeitig Flugparameter wie Geschwindigkeit, Kurs und Höhe per Joystick und Touchscreen — und überwachst nebenbei akustische Signale. MIC testet Psychomotorik, Multitasking und die Fähigkeit, unter Stress Prioritäten zu setzen. Das ist das Modul, in das sich die meiste Übungszeit lohnt.

TVT — Technisches Verständnis

Multiple-Choice-Fragen zu grundlegender Physik und Technik: Mechanik, Elektrizität, Optik, einfache Aerodynamik. Du musst kein:e Ingenieur:in sein — aber ein solides Grundverständnis physikalischer Zusammenhänge ist wichtig.

SKT — Konzentrationstest (Dreieckstest)

Farbige Dreiecke mit Punkten folgen bestimmten Regeln; du erkennst zutreffende Regeln in zahlreichen Aufgaben über mehrere Blöcke. Misst Konzentration und Wahrnehmungsgeschwindigkeit. Typisch für diesen Test: Es geht nicht um Intelligenz, sondern um Ausdauer und Fokus.

VMC — Visuelle Merkfähigkeit

Symbole werden kurz gezeigt und anschließend musst du sagen, ob du das gleiche Symbol wie zwei bis sechs Symbole vorher siehst. Testet das visuelle Kurzzeitgedächtnis.

OWT — Optischer Wahrnehmungstest

Werte werden von uhrenähnlichen Instrumenten abgelesen und anschließend aus dem Gedächtnis eingegeben. Misst Wahrnehmungsgeschwindigkeit und Merkfähigkeit.

ENS — Englischtest

Grammatik, Wortschatz, Synonyme, Rechtschreibung — ca. 60 Fragen in 25 Minuten. Bei einem C- oder D-Rating kann ein externer B2-Sprachnachweis nachgereicht werden. Für Bewerber:innen mit guten Englischkenntnissen meist der entspannteste Teil des Tages.

Bewertungssystem: Was bedeuten A, B, C, D?

Das DLR-Zertifikat enthält kein Bestanden/Nicht bestanden. Stattdessen wirst du in vier Kompetenzbereichen bewertet:

  • Mentale Leistungsfähigkeit (kognitive Tests)
  • Operationelle Kompetenzen (psychomotorische Tests wie MIC)
  • Persönlichkeitseigenschaften
  • Soziale Kompetenzen

Die Skala reicht von A (sehr gut) bis D (unterdurchschnittlich). Jede:r Teilnehmer:in erhält ein Zertifikat — unabhängig von den Ergebnissen. Die Airlines setzen dann eigene Mindestanforderungen: Die European Flight Academy verlangt beispielsweise mindestens ein B-Rating im Englischbereich. Was genau die jeweiligen Airlines verlangen, kommunizieren diese in der Regel direkt in ihrer Stellenausschreibung.

Kosten, Standorte und Anmeldung

Das DLR-Zertifikat Cockpit kostet laut offizieller DLR-Preisliste 2025 386,48 € netto (ca. 460 € inkl. MwSt.). Die Kosten trägst du als Kandidat:in selbst. Über den Webshop der European Flight Academy ist der Test teils zu günstigeren Konditionen erhältlich — vergleiche die aktuellen Preise direkt bei dlr.de und european-flight-academy.com.

Getestet wird an drei Standorten — alle mit identischen Testverfahren:

  • – 🇩🇪 Hamburg — Sportallee 54a, nahe dem Hamburger Flughafen
  • – 🇨🇭 Zürich — SWISS Flight Crew Assessment Center
  • – 🇮🇹 Mailand

Neue Termine werden in der Regel zu Monatsbeginn veröffentlicht. Die Nachfrage ist hoch — eine frühzeitige Anmeldung ist empfehlenswert. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre. Das Zertifikat ist nach Ausstellung zwei Jahre gültig.

Wiederholung: Was passiert, wenn ich nicht die Ratings erreiche, die ich brauche?

Zunächst: Du bekommst immer ein Zertifikat — egal wie der Test läuft. Wenn du die Mindestratings einer bestimmten Airline nicht erreichst, ist das kein endgültiges „Nein“.

Das DLR empfiehlt eine Wartezeit von mindestens 6 Monaten bis zur Wiederholung. Kurzfristige Wiederholungen bringen erfahrungsgemäß kaum messbare Verbesserungen — wer sich in dieser Zeit aber systematisch vorbereitet, kann sehr wohl deutliche Fortschritte erzielen. Ein paar wichtige Punkte zur Wiederholung:

  • – Alle Module müssen erneut absolviert werden — einzelne Teile lassen sich nicht isoliert wiederholen.
  • – Die Wiederholung wird auf dem neuen Zertifikat nicht vermerkt.
  • – Ergebnisse verschiedener Termine können nicht kombiniert werden.
  • – Die Ergebnisse können sich bei einer Wiederholung auch verschlechtern — deshalb lohnt sich intensive Vorbereitung.

Die 6 Monate zwischen zwei Versuchen sind keine Strafe — sie sind eine echte Chance, wenn du sie nutzt. Mit einem strukturierten Trainingsplan kannst du in diesem Zeitraum in allen relevanten Modulen gezielt stärker werden.

Welche Airlines verlangen den DLR-Test?

Das DLR-Zertifikat Cockpit ist offiziell von folgenden Airlines als Eignungsnachweis anerkannt oder gefordert:

  • – Lufthansa / European Flight Academy (EFA) — das Zertifikat ist erster Pflichtschritt der Bewerbung
  • – Austrian Airlines — Ready-Entry-Selektion komplett beim DLR (GU + FU)
  • – SWISS / Edelweiss — DLR-Zertifikat oder alternativ SPHAIR akzeptiert
  • – Turkish Airlines — DLR-1 im Kadettenprogramm
  • – Royal Jordanian — DLR-Test als Voraussetzung laut Karriereseite

Darüber hinaus werden Eurowings, Air Dolomiti, Lufthansa City Airlines, Luxair, Cargolux, TUIfly, SunExpress und Aerologic konsistent als DLR-Nutzer geführt. Das Zertifikat gilt damit als Türöffner für einen Großteil der europäischen Karrierechancen im Cockpit.

Wie bereite ich mich am besten vor?

Jetzt der entscheidende Teil: Wie gehst du die Vorbereitung an?

Das Wichtigste zuerst: Die kognitiven Fähigkeiten, die der DLR-Test misst, sind trainierbar. Dein Arbeitsgedächtnis, deine Reaktionsgeschwindigkeit, deine räumliche Wahrnehmung — all das verbessert sich messbar durch regelmäßiges, gezieltes Üben. Der Schlüssel liegt im Wort „gezielt“: Allgemeines Herumüben auf irgendwelchen Seiten hilft wenig. Was zählt, ist das systematische Training genau der richtigen Aufgabentypen — so wie sie im echten Test vorkommen.

Genau dafür haben wir DLR-TEST.TRAINING entwickelt. Die Plattform bildet alle 10 DLR-Testmodule realistisch nach — inklusive Zeitdruck, Schwierigkeitsanpassung und detaillierter Auswertung nach jedem Run.

Was dich bei DLR-TEST.TRAINING erwartet

  • – 🎯 Alle 10 Testmodule — von KRN und RMS bis MIC und TVT, originalgetreu simuliert
  • – 📈 Adaptives Stage-System — du fängst auf deinem aktuellen Niveau an und steigst mit deinen Ergebnissen in der Schwierigkeit auf. Keine Unter- und keine Überforderung, sondern eine echte Lernkurve
  • – 🗓️ Persönlicher Trainingsplan — basierend auf deinem Testtermin berechnet die Plattform, welche Module du wann in welcher Intensität trainieren solltest
  • – ✈️ DLR-Test-Simulation — eine vollständige Simulation aller 6 Kerntests hintereinander, im Original-Zeitrahmen. Ideal, um den mentalen Ablauf eines echten Testtages zu verinnerlichen und Prüfungsstress zu entgiften, bevor es ernst wird
  • – 🛡️ Bestehensgarantie — wer mindestens 3 Monate trainiert und über 100 Testläufe absolviert, bekommt bei Nichtbestehen des DLR-Tests 3 Monate Verlängerung kostenlos dazu

Wer lieber erst reinschnuppert: Mit dem kostenlosen Zugang kannst du drei Demo-Tests (RMS, SKT, MIC) direkt ausprobieren — ohne Kreditkarte, ohne Verpflichtung.

Häufige Fragen zum DLR-Test

Kann ich den DLR-Test auf Englisch ablegen?

Ja. Das DLR-Zertifikat Cockpit kann wahlweise auf Deutsch oder Englisch abgelegt werden. Manche airline-spezifischen Testverfahren (z. B. bei Austrian) können andere Vorgaben haben — prüfe das direkt bei der jeweiligen Airline.

Gibt es Stift und Papier beim Kopfrechnen?

Nein. Alle Tests laufen vollständig computerbasiert ab. Beim KRN-Modul sind keine Hilfsmittel erlaubt — die Aufgaben werden akustisch präsentiert, du tippst das Ergebnis direkt ein. Genau deshalb ist es so wichtig, das Format vorher zu üben.

Wann erhalte ich mein Zertifikat?

Das DLR-Zertifikat wird nach der Untersuchung ausgestellt. Die genaue Bearbeitungszeit erfährst du direkt bei der Anmeldung.

Lohnt sich Vorbereitung überhaupt, wenn die Fähigkeiten „angeboren“ sind?

Diese Sorge begegnet uns oft — und sie ist verständlich. Aber die Forschung ist eindeutig: Kognitive Fähigkeiten wie Arbeitsgedächtnis, Reaktionsgeschwindigkeit und räumliche Wahrnehmung verbessern sich durch gezieltes Training nachweislich. Der DLR-Test misst nicht, ob du schon immer gut im Kopfrechnen warst — er misst, wie du unter Druck abschneidest. Und genau das lässt sich üben.